Mehrere vermisste Personen bei Brand einer Kartoffelhalle

Alarmübung der Feuerwehr Ankum

 

Ankum. Es ist Mittwoch gegen 18:44 Uhr als die Funkmeldeempfänger der Feuerwehr Ankum piepen und die Sirenen heulen. Eine Kartoffelhalle auf einem Gehöft in Tütingen solle nach einem Blitzschlag  brennen, Menschenleben seien in Gefahr, so die Durchsage des Disponenten der Regionalleitstelle Osnabrück.

 

 

Einige Kameraden wussten dass es sich hierbei um eine Alarmübung handelt. Mit 4 Fahrzeugen und 27 Kameraden rückten die Löschkräfte aus und fuhren die Einsatzstelle, den Hof Tüting in Ankum - Tütingen an.

Vor Ort wies Ortsbrandmeister Ullrich Koddenberg die Einsatzkräfte ein:

In der brennenden Kartoffelhalle hielten sich bei Brandausbruch 5 Personen auf, diese wurden nun vermisst. Vier Trupps unter schwerem Atemschutz begaben sich in die Halle um die vermissten Personen zu suchen und zu retten. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht um eine Brandausbreitung mit Hilfe des Wenderohres zu verhindern, dies war eine Herausforderung da das gesamte Hallendach mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet ist. Die Löschwasserversorgung  wurde durch die Entnahme von Löschwasser aus einem nahe gelegenen Teich sichergestellt.

  • Alarmbung_Ttingen4
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen13
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen19
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen25
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen30
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen32
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen35
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen39
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen41
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen45
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen5
  • Alarmuebung_2013_Tuetingen9

Simple Image Gallery Extended

Im Innern der großen und teils verwinkelten Halle konnten nach kurzer Zeit alle vermissten Personen gefunden und gerettet werden. 2 Personen die auf einem Podest in ca. 4 Metern Höhe gefunden worden waren, mussten hierbei allerdings über den Korb der Drehleiter gerettet werden, da durch das Verletzungsmuster keine Rettung über eine Steckleiter möglich war. Dafür musste die Drehleiter die Löschmaßnahmen abbrechen und den Standort wechseln.

Während der Rettung der letzten beiden vermissten Personen wurde der Brand im Innern der Kartoffelhalle durch Atemschutztrupps gelöscht. Nachdem man mit der Wärmebildkamera keine versteckten Glutnester gefunden hatte, konnte Feuer aus gemeldet werden.

Nach Abschluss der Aufräumarbeiten gegen 19:40 Uhr gab es noch eine kurze Einsatznachbesprechung und die Kameraden konnten sich mit gekühlten Getränken erfrischen. Ortsbrandmeister Ullrich Koddenberg bedankte sich beim Hofbesitzer Ludwig Tüting für die Bereitstellung der Kartoffelhalle als Übungsobjekt sowie bei den Kameraden für ihren Einsatz und ließ es sich nicht nehmen mit den Kameraden ein dreifach kräftiges „Gut Wehr“ auszusprechen.

 

Text: Patrick Siebrecht

Fotos: Stefan Oeverhaus